> > Die Delegierten des DJH-Landesverbandes Thüringen

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Mitgliederversammlung des Deutschen Jugendherbergswerkes Landesverband Thüringen e.V. 2017

„Motor für den Jugendtourismus“ - Bildungsstätten eigner Art

Auf Mitgliederversammlung begeisterte Erwachsene als Vorbilder und Begleiter in eine demokratische Gesellschaft gefordert

 

Bei der alle zwei Jahre stattfindenden Mitgliederversammlung des DJH-Landesverbandes Thüringen e.V. am 21. Oktober 2017 in der Jugendherberge „Wasserburg“ Heldrungen fand Prof. Benno Hafeneger von der Universität Marburg viele lobende Worte für die Arbeit vor Ort und forderte zudem in einem leidenschaftlichen Appell, dass es begeisterte Erwachsene geben müsse, um Jugendlichen die „Lust auf Demokratie“ zu vermitteln. In seinem Impulsvortrag zum Thema „Lernort Jugendherberge“ beurteilte er als langjähriger Kenner der Jugendherbergslandschaft das „Pädagogische Konzept“ sehr positiv: Man sei hier bereits sehr weit, weiter sogar als anderswo.

 

In dem Eröffnungsreferat ging Prof. Dr. Benno Hafeneger intensiv auf Jugendherbergen als Lernort der außerschulischen Bildung ein und machte dazu einen kurzen Exkurs durch die  mehr als 100jährige Geschichte der Jugendherbergen, die „Bildungsidee“ Schirrmanns, die in der Reformpädagogik fußt und die praktische Seite mit dem Netzwerk als Übernachtungsstätten. Ziel sei gewesen, den „Hunger“ nach Natur und Körpererleben zu bedienen, die Wanderlust der jungen Generation ebenso aufzunehmen wie deren Bedürfnis nach Freiheit und Neuem. Die erlebten Gemeinschaftsgefühle mit guten Erinnerungen seien ausschlaggebend für eine prägende Erinnerung in die Alltagswelt hinein: „die Jugend prägend und bildend vergemeinschaften“, nannte er das.

 

In diesem Zusammenhang appellierte er an die Politik, die Landesregierung und den Landtag, die Jugendherbergen als Geschenk zu begreifen. Die Förderung der Bildungsvielfalt und des informellen, non-formalen Lernens in Jugendherbergen könne gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Wissenschaftliche Arbeiten zeigten, dass gerade diese Lernformen besonders gute Ergebnisse erzielten. Er forderte in diesem Zusammenhang evaluierte wissenschaftliche Kenntnisse über die wichtige Jugendherbergsarbeit ein. „Jugendherbergen laden ein zum Lernen“, so Hafeneger, da gerade im informellen Kontext in der Gemeinschaft, dem Freundeskreis, den Peer-Gruppen und insbesondere der Familie besser gelernt wird als in sogenannten formellen Bildungsorten. Hier seien Jugendherbergen „Bildungsstätten eigener Art“.

 

Es müsse förderungspolitische Konsequenzen haben: nämlich die Jugendherbergen als außerschulischen Lern- und Bildungsort zu würdigen, anzuerkennen und zu fördern.

 

Das gelte vor allem für den informellen und non-formalen Bildungsbereich und bedeute - neben den bisherigen pädagogischen Mitarbeitern und ehrenamtlichen Teamern - eine weitere Professionalisierung der pädagogischen Programme sowie die entsprechende Förderung derartiger Veranstaltungen. Jugendherbergen seien als „Bildungsstätten der besonderer Art, mit eigenem, vielleicht auch eigensinnigem Profil“ zu verstehen, also einem Mix aus produktiver Nutzung durch Andere,  einer systematischen Kooperation mit anderen Trägern wie Schulen sowie eigenen Angeboten.

 

Letztere durch die Förderpolitik weiter zu akzentuieren und profilieren, könne Jugendherbergen zu einem weiteren bedeutsamen Player in der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung machen. Professor Hafeneger wies darauf hin, dass Erwachsensein „gelernt sein will“ und dass es „begeisterte Erwachsene“ benötige, um die Heranwachsenden auf ihrem Prozess in eine mündige demokratische Bürgerschaft zu begleiten – das sei ein essentielles „Professionsmerkmal“ der Jugendherbergen. Die Abenteuer-Pädagogik nannte er dabei als wichtiges Instrument.

 

Jugendherbergen in Thüringen sind längst mehr als Übernachtungs-, Tagungs- und Freizeitstätten, vielmehr stellten sie eine eigenständige und kooperative Lern- und Bildungswelt dar, wo der Erwerb vielfältiger Kompetenzen ermöglicht werde und man in enger Kooperation mit Schulen agiere. Hier habe sich im Image und in der Realität in den letzten beiden Jahrzehnten viel verändert: heute arbeite man mit Jugendherbergs-Profilen in modernen Häuser, Qualitätsstandards, vielfältigen Programmangeboten und nachhaltigen Projekten. Internationale Kontakte, Zusammenarbeit und Austausch, Partizipation und ein demokratisches, humanes Wertefundament zeigten eindrucksvoll, auf welch guten Weg die Jugendherbergen seien, so der Erziehungswissenschaftler und Psychologe.

 

In seinem Bericht der letzten zwei Jahre ging der seit 1991 amtierende Vorsitzende des Deutschen Jugendherbergswerkes Landesverband Thüringen e.V., Siegfried Wetzel, auf die Situation des Verbandes ein. Er lobte die Zunahme der Übernachtungen und Mitglieder. Einen großen Modernisierungsschub gab es mit der Sanierung der Jugendherberge in Heldrungen. Einen dringenden Wunsch formulierte der ehemalige Landtagsabgeordnete mit dem Neubau einer Weimarer Jugendherberge.

 

Die Präsidentin des Deutschen Jugendherbergswerkes e.V. und des Weltverbands „International Youth Hostel Federation“ (IYHF), Angela Braasch-Eggert, erläuterte die Stellung der Jugendherbergen in Deutschland mit mehr als 10 Millionen Übernachtungen, dem größten Erfolg ihrer 108-jährigen Geschichte. Mehr als 2300 pädagogische Schulfahrtenangebote gäbe es deutschlandweit, so Braasch-Eggert. Das sei beachtlich. Nach Jahren der Infragestellung der Gemeinnützigkeit, sei jetzt die Bremse gelöst und deutlich hervorgehoben worden, dass Jugendherbergen ein wichtiges Element der Deutschen Bildungslandschaft darstellen. Das Deutsche Jugendherbergswerk, dessen Schirmherr erneut der Bundespräsident ist, wurde als anerkannter Teil der Zivilgesellschaft ausdrücklich bestätigt.

 

Dabei spiele Thüringen, als kleinster Landesverband, eine wichtige Rolle, nicht zuletzt wegen der Lage mitten in Deutschland mit seinen bekannten Städten Eisenach, Erfurt, Weimar und Jena sowie dem Thüringer Wald. Sie zeigte sich begeistert von der Jugendherberge Heldungen. Sie werde sich aus ihrer Sicht zu einem „Motor für Jugendtourismus“ entwickeln. Auch Thüringen sei sehr bemerkenswert, das habe sie selbst im Familienurlaub hier erst erfahren können. Gern wolle sie wieder kommen.

 

Neu in den Vorstand des Landesverbandes gewählt wurde Dr. Kurt Herzberg, Bürgerbeauftragter des Freistaates Thüringen. Wiedergewählt wurde das langjährige Vorstandsmitglied, Ute Karger. Wir wünschen beiden eine glückliche Hand.

Hinweise zur nächsten Mitgliederversammlung 2019

Der nächsten Delegiertenversammlung 2019 steht die Wahl der Delegierten voran.

 

Wer sich für eine Mitarbeit interessiert, kann sich als Delegierte/r melden und zur Wahl aufstellen lassen. Voraussetzung ist der Wohnsitz in Thüringen und eine dementsprechende Mitgliedschaft im DJH-Landesverband Thüringen e.V. Die Delegierten repräsentieren die Mitglieder des Verbandes und bestimmen über die Mitgliederversammlung als oberstes Organ Grundsatzentscheidungen mit.

 

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an:

Frau Denise Wolf

Assistentin der Geschäftsführung

Tel. 03643-779-52-16

denise.wolf@jugendherberge.de

Die Delegierten des DJH-Landesverband Thüringen e.V.

Alle Delegierte haben die gleichen Rechte und Pflichten.

 

Sie entscheiden/beschließen u.a. über

  • die Feststellung des Jahresabschlusses und des Geschäftsberichtes des DJH-Landesverbandes Thüringen e.V.
  • die Entlastung des Vorstandes nach deren Bericht,
  • die an die Mitgliederversammlung gerichtete Anträge,
  • die Personen im Vorstand,
  • die ehrenamtlichen Rechnungsprüfer,
  • die Berufung von Ehrenmitgliedern im DJH-Landesverband Thüringen e.V.,
  • Grundsätze für die jugend- und sozialpolitische und pädagogische Arbeit des Vereins,
  • Veränderungen in der Satzung des DJH-Landesverbandes Thüringen e.V..

 

Die meisten Delegierten sind bereits ehrenamtlich aktiv; dies seit unterschiedlicher Zeit und in unterschiedlichen Bereichen. Sie betreuen Wanderfahrten oder organisieren Treffen und Wanderungen oder sind ehrenamtlich als Bürgermeister tätig oder im Vorstand des DJH-Landesverband Thüringen e.V. aktiv. Einige von ihnen sind bereits zum zweiten Mal Delegierte des DJH-Landesverbandes Thüringen e.V.. 

 

Nachstehend sind die von Ihnen gewählten Delegierten des DJH-Landesverband Thüringen e.V. aufgelistet:


lfd. Nr.
 Titel  Name  Vorname Ort
 1    Bartelt  André-Jörg Weimar
 2    Beez  Helga  Weimar
 3    Böhm
 Bernd  Zeulenroda
 4    Geibert  Jörg  Neumark
 5   Hallmann
Karina
Tambach-Dietharz
 6   Hertwig Johannes Bad Sulza
 7   Hofmeister Ronald Arnstadt
 8
  Holzheu Bernd Weimar
 9   Hunstock Karola Berka v.d. Hainich
 10   Ibarra-Wong Anne-Katrin Weberstedt
 11   Karger Ute Erfurt
 12   Kölling Diana Apolda
 13 Dr. Laqua Oliver Erfurt
 14   Leber Roswitha Leutenberg
 15
  Liebe Andreas Weimar
 16 Dr.
Müller Matthias Jena
 17   Pommert Wolf-Dietrich Jena
 18   Reinboth Gerd Windischleuba
 19   Ritter Peter Berka v.d. Hainich
 20   Schütz Marco Tambach-Dietharz
 21   Smykalla David Apolda
 22   Täuber Doris Erfurt
 23   Winkler Carsten Heldrungen
 24 Dr.
Wolf Gunnar Jena
 25   Wolfrum Jana Erfurt


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