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Zenger-Friedenstaube an die Jugendherberge Bad Sulza verliehen

Schlosshof eingeweiht und Kooperationsvereinbarung mit Evangelischer Grundschule Apolda unterschrieben

Umbau Schlosshof Jugendherberge Bad Sulza

Bad Sulza. Am 26. September 2013 wurde der sanierte Schlosshof der Jugendherberge Bad Sulza feierlich übergeben. Anwesend waren auch die Kinder der Evangelischen Grundschule Apolda. Die Jugendherberge erstreckt sich auf das Schloss in seiner Gesamtheit. Die Sanierung des Schlosshofes wurde ‑ bis auf das darunter befindliche Abwassersystem ‑ komplett von der Stadt Bad Sulza finanziert.

 

 

Zu dieser Übergabe war auch Baron Karl-Leopold von Gerstenbergk-Helldorff gekommen, der im Alter von vier Jahren mit seiner Familie vor den sowjetischen Truppen geflohen ist. Der Vorsitzende des DJH-Landesverbandes Thüringen e.V., Siegfried Wetzel (MdL), bedankte sich in seiner Rede bei dem Bürgermeister der Kur- und Weinstadt Stadt Bad Sulza, Johannes Hertwig. Der Bürgermeister erinnerte an die Wende, als das Gebäude drohte, den Berg hinab zu stürzen. Johannes Hertwig will auch in Zukunft die Jugendherberge finanziell soweit wie möglich unterstützen, damit sich die kleinen und großen Gäste hier weiterhin wohlfühlen.

In diesem Zusammenhang wurde die erste Kooperation einer Thüringer Jugendherberge mit einer Schule geschlossen. Die Kooperation soll im Besonderen das Interesse der Jugendherberge am Ausbau des neuen Schulgartens der Schule zeigen. Der Herbergsleiter Detlef Rost überreichte außerdem eine Spende in Höhe von 150 Euro zur Bepflanzung des Schulgartens.


 

Ein weiterer Höhepunkt war die Übergabe der Zenger-Friedenstaube durch den Vorstandsvorsitzenden Siegfried Wetzel an den Leiter der Jugendherberge Detlef Rost. Die Jugendherberge ist die erste in Deutschland, die diese Auszeichnung erhält. Die Friedenstauben-Aktion hatte der Künstler Richard Hillinger ins Leben gerufen. Mit der Taube, die einen Ölzweig im Schnabel hält, wird die engagierte Arbeit der Jugendherberge zum Wohle der Kinder gewürdigt. Zugleich steht sie als Anerkennung dafür, dass die Einrichtung seit 2002 jedes Jahr bis zu 50 Kinder aus Tschernobyl aufnimmt, damit sie dort ein paar schöne Tage verbringen und sich erholen können.

Die in Bronze gegossene Skulptur, von der es mehrere Exemplare gibt, hat bereits bei bekannten Persönlichkeiten wie dem Dalai Lama, Michail Gorbatschow und Papst Benedikt XVI. Station gemacht. Sie mahnt zum Einsatz für den Frieden und zum Erhalt der Menschenrechte.