Mit "weltwärts" nach Bolivien

Das BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit) führt den erfolgreichen „entwicklungspolitischen Freiwilligendienst“ fort. Informationen hierzu finden Sie unter www.weltwaerts.de.

In Kooperation mit der Volunta gGmbH, dem bolivianischen Jugendherbergsverband und dem DJH Hauptverband wird die Volunta ab Sommer 2012 die fünte Serie von Freiwilligen als Entsendeorganisatin nach Lateiamerika entsenden können. In besonderer Weise wollen wir mit diesem Programm jungen Frauen die Möglichkeit geben, einen Freiwilligendienst in Übersee abzuleisten. Junge Menschen mit beruflichen Vorerfahrungen sollen hier besonders berücksichtigt werden.

 



Zeitraum


Einsätze wieder im Sommer 2012. Die Einsatzdauer beträgt 12 Monate. Die Bewerbungsfrist endet Ende Januar 2012. Vorab wird ein 12-tägiges Vorbereitungsseminar in Deutschland stattfinden.

 



Zielgruppe


Der Freiwilligendienst soll einem möglichst großen Kreis junger Erwachsener offen stehen. Folgende Anforderungen müssen jedoch erfüllt sein:

  • Alter von 18 bis 28 Jahren und gesundheitliche Eignung für den Auslandseinsatz
  • Interesse an den Kulturen und Lebensverhältnissen in Entwicklungsländern
  • Bereitschaft zur engagierten und tatkräftigen Mitarbeit in einem Projekt der Entsendeorganisation und zur Teilnahme an dem fachlich-pädagogischen Begleitprogramm
  • Hauptschul- oder Realschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung, Fachhochschulreife oder Allgemeine Hochschulreife oder vergleichbare Voraussetzungen
  • Deutsche Staatsbürgerschaft oder ein entsprechendes Aufenthaltsrecht
  • Gute Grundkenntnisse in Spanisch
  • Freiwillige verpflichten sich, regelmäßige Berichte und eine abschließende Projektbeschreibung zu verfassen.
  • Volunta stellt sicher, dass Frauen bei der Besetzung der Freiwilligenplätze in besonderer Weise berücksichtigt werden.

 

Einsatzorte

 

Folgende Einsatzplätze stehen in Bolivien zur Verfügung: Sucre, Alcala, El Villar, Tarabuco, Camiri und Challa (siehe auch www.hostellingbolivia.org).
  • In Sucre muss der bisherige Kinderhort dringend verlegt und erweitert werden. Dort gibt es Einsatzmöglichkeiten für weltwärts-Freiwillige. In den Schulen fehlen Lehrer. Hier gibt es Einsatzmöglichkeiten für Schulassistenten - Mobile Schule für Straßenkinder
  • In Alcala können 15-20 Kleinkinder in einem Hort betreut werden. Mehr als doppelt so viele Kinder sind angemeldet. Freiwillige sollen die Betreuer unterstützen. Auch in den Außenschulen wartet man auf die Freiwilligen, da das zweite Semester unmittelbar bevor steht und es an Lehrkräften mangelt. Diese sollen durch Freiwillige als Schulassistenten ersetzt werden. In Alcala wartet auch ein vorbereites Umweltschutz-Sensibilisierungsprogramm auf seine Umsetzung durch Freiwillige.
  • In El Villar wurde das marode Schulgebäude zwischenzeitlich abgerissen und in einem einfachen Zweckbau mit zehn neuen Schulzimmern in Betrieb genommen. Hier wird dringend Unterstützung benötigt, den Schulunterricht auszubauen und inhaltlich zu erweitern. Ein abgelegenes Dorfteil „Karachimayo“ mit rund 550 Einwohnern – 23 km zu Fuß bis ins Dorfzentrum -  hätte gerne eine eigene Schulassistenz. Ein renovierter Kinderhort in Lagumillas ging mit Spenden aus Deutschlandin Betrieb. Auch hier gibt es viel zu tun.
  • In Tarabuco wurde letztes Jahr das neue HI-Zentrum eröffnet – siehe www.jbh-bolivien.de und www.cajamarca-bolivien.de. Die „weltwärts“-Freiwilligen sollen dort die Schulassistenz einleiten, kunstgewerbliche Werkstätten für Frauen aus den umliegenden Dörfern einrichten, Kurse vorbereiten und Vermarktungsmöglichkeiten für die Produkte schaffen, auch bei der Betreuung nachhaltiger Etno-Tourismus-Aktivitäten wird erfolgreich mitgeholfen.
  • Außerhalb des Städtchens Camiri gilt es in der Schulassistenz der indigenen Außengemeinden (Originarios del Parapeti – Guarani-Indianer) im Englisch- und Computer-Unterricht mitzuhelfen. Daneben gibt es eine Einsatzstelle für medizinisch Interessierte am örtlichen Landspital.
  • In Challa, auf der Sonneninsel im Titicacasee, bestätigte ein „Cabildo“ (Dorfversammlung) sowie ein Mallku-Treffen (Dorfältesten-Rat), die erfolgreichen Projekte zur Unterstützung. Mit höchster Priorität wird die Schulassistenz für die englische Sprach-Ausbildung und Computeranwendung durch weltwärts-Freiwillige gewünscht. Genauso wichtig ist die Umwelt-Sensibilisierung, da kein Abfallkonzept besteht und mit einfachsten Hilfsmitteln viel zur Verbesserung von Sauberkeit und Hygiene beigetragen werden kann. In einer zweiten Phase möchten die Aymara-Einwohner einen eigenen Kinderhort in Challa realisieren. Dazu wird auf die Hilfe von Freiwilligen gewartet. (Zur Einbeziehung der Einheimischen in die Projekte siehe auch unsere Broschüre Volunta Forum Nr. 1)

Die Entsendung nach Bolivien erfolgt im Sommer 2011. Vorab findet ein umfassendes Vorbereitungsprogramm statt.

 



Kosten


  • Die Teilnahme an „weltwärts“ ist für die Freiwilligen kostenfrei.
  • Es wird jedoch erwartet, dass ein Freiwilliger einen privaten Förderkreis initiiert und darüber Spenden sammelt. Die Entsendeorganisation darf maximal 150 Euro Spenden pro Monat Freiwilligendienst entgegennehmen.
  • Mit der Unterstützung durch „weltwärts“ bekommen die Freiwilligen von ihrer Entsendeorganisation ein Taschengeld von monatlich 100 Euro.
  • Die Entsendeorganisation bzw. der Projektpartner stellt den Freiwilligen vor Ort zudem eine angemessene und Unterkunft und Verpflegung zur Verfügung.

Bewerbung und weitere Informationen


Bitte senden Sie folgende Unterlagen an die Volunta GgmbH / Gießen:

Bewerbung bitte an:
Volunta Team Internationale Freiwilligendienste
Abraham-Lincoln-Str. 7
65189 Wiesbaden
Volunta gGmbH Tel.: 0611 4504166-51
Fax: 0611 4504166-99
E-Mail: ifd@volunta.de 
Internet: www.volunta.de 


Ihre Fragen beantwortet auch:
Deutsches Jugendherbergswerk – Hauptverband
Herr Heinz Brenner
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