Besuch und Gespräch Siegfried Wetzel mit Vertretern des Generalkonsulats Russland

v.l.n.r. Oberbürgermeister Peter Kleine, Vizekonsul Soslan Tsidaev, Generalkonsul Andrey Dronov, Vorstandsvorsitzender Siegfried Wetzel    

Auf Einladung des Direktors und Kurators des Stadtmuseums Weimar sowie Vorstandsmitglieds des Deutschen Jugendherbergswerk Landesverband Thüringen e.V., Dr. Alf Rößner, waren der Vorstandsvorsitzende des DJH-Landesverbandes Thüringen, Siegfried Wetzel, sowie der Mitarbeiter der Geschäftsstelle, Ullrich Walter, zur Eröffnung der zwei Ausstellungen „Weimar und Russland“ und „200 Jahre Sparkasse“ eingeladen. 

Beide Ereignisse gehen auf eine großartige und historische Persönlichkeit zurück. Großherzogin Maria Pawlowna, Zarentochter von Zar Paul I.  Durch die Heirat mit dem Erzprinzen Carl Friedrich von Sachsen-Weimar, erfuhr Weimar in der Nachfolge von Herzogin Anna Amalia weiter an Aufschwung, von dem die Stadt bis heute geprägt ist. 

Die von Direktor Dr. Alf Rößner kuratierte Ausstellung „Weimar und Russland“ dokumentiert mit Exponaten aus zwei Jahrhunderten auf engem Raum stichpunktartig das intensive, spannungsreiche und schicksalhafte Verhältnis mit Höhen und Tiefen. 

Durch Maria Pawlownas Einsatz konnte 1815 die Zerstörung Weimars durch Napoleon verhindert werden. Starke Bezugspunkte gibt die Ausstellung rund um das Bauhaus, das ehemalige KZ Buchenwald und die DDR-Zeit. Die Exponate können ab dem 8. Mai auch digital angesehen werden unter: www.weimar-und-russland.de 

Großherzogin Pawlowna eröffnete im Februar 1821 die erste Sparkasse im heutigen Deutschland. Diese ermöglichte es damals Leuten mit geringem Einkommen, kleine Beträge zu sparen. Dies ist bis heute der Grundgedanke der Sparkassen in Deutschland.
Dieter Bauhaus, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mittelthüringen, würdigte dieses weniger bekannte Engagement aus Weimar, das im heutigen Geldgeschäft prägend ist. 

In Anwesenheit des Oberbürgermeister Weimars, Peter Kleine, sprach der Generalkonsul der Russischen Föderation Leipzig, Andrey Y. Dronov, dass auch in schwierigen Zeiten zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Russland, die kulturellen und sprachlichen Beziehungen einen ganz besonderen Stellenwert hatten und haben. Dabei ist Weimar hoch angesehen und sehr bekannt bei den Russen.

Beide Ausstellungen sind bis zum 1. August 2021 zu besichtigen. 

In einem kurzen Gespräch zwischen Siegfried Wetzel und Generalkonsul Dronoy verwies Wetzel darauf, dass eine der vier Weimarer Jugendherbergen den Namen des russischen Schriftstellers Maxim Gorki trägt.